Haushaltsrede 2026 CDU Hambrücken

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Wagner,

sehr geehrte Herren Fachbereichsleiter Karl, Krempel und Ott,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofs,

verehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,

liebe Bürgerinnen und Bürger von Hambrücken,

eine gut funktionierende Kommune ist kein Zufallsprodukt. Es ist das Ergebnis von Verantwortungsbewusstsein, Maßhalten und dem Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Genau diese Mischung hat unsere Gemeinde schon immer stark gemacht – abseits von Haushaltszahlen und Finanzen.

Daher gilt mein erster Dank denjenigen, die sich Tag für Tag mit großem Engagement in Hambrücken einsetzen, sei es im politischen, im sozialen, im gesundheitlichen, im sportlichen oder auch im kulturellen Bereich. Das ist alles andere als selbstverständlich und kann gar nicht oft genug an dieser Stelle gewürdigt werden. Deshalb an Sie alle ein großes Dankeschön!!!

Eine gut funktionierende Kommune fußt allerdings auch auf soliden Finanzen. Schaut man sich die Situation einiger Kommunen im Landkreis an, so wird man unweigerlich mit den Worten „Haushaltssperre“, „Nachtragshaushalt“ und „Sparmaßnahmen“ konfrontiert. Wir in Hambrücken stehen diesbezüglich noch vergleichsweise gut da, haben aber auch bei gleichbleibenden Einnahmen mit immer weiter steigenden Ausgaben zu kämpfen. Daher gilt es wie bisher mit Maß und Ziel an die anstehenden kommunalen Aufgaben heranzugehen und die zur Verfügung stehenden Mittel mit Bedacht auszugeben. Erfreulich weisen sich hier die unverhofften Sonderinvestitionsmittel des Bundes in Höhe von 3,6 Millionen Euro aus, die uns etwas Handlungsspielraum bei unseren investitionspolitischen Entscheidungen ermöglichen.

Eine solche Entscheidung, welche wir in der zurückliegenden Periode getroffen haben, ist der Bau des neuen Kindergartens auf dem Gelände der Pfarrer-Graf-Schule. Wir freuen uns, dass der Kindergarten nun bald Realität wird, und somit in Ergänzung der bestehenden Kindergärten ein weiterer wichtiger Baustein im Bildungsbereich der Gemeinde Hambrücken dazukommt. Neben der Betreuung der Kinder im Kindergarten ist die Betreuung der Grundschulkinder eine der Aufgaben im Bildungsbereich einer Gemeinde. Ab dem Schuljahr 26/27 gibt es einen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung der Schulkinder in der 1. Klasse. Hier gilt es den Spagat zu schaffen, zwischen einer Betreuung von Kindern, deren Familien aufgrund privater oder beruflicher Erfordernisse eine Betreuung tatsächlich in Anspruch nehmen müssen und der Sicherstellung einer qualifizierten Betreuung durch fachkundiges pädagogisches Personal.

Wenn wir uns den etwas älteren Kindern zuwenden, so freut es mich, dass wir engagierte Jugendliche haben, die sich im Yougend-Forum einbringen. Es ist wichtig, Jugendlichen eine Stimme zu geben und daher würden wir es als CDU-Fraktion begrüßen, wenn die Jugendlichen sich auch hier im Gemeinderat vorstellen und Ihre Sicht der Dinge erklären würden. Wie schon in der letzten Haushaltsrede erwähnt, könnten wir uns auch vorstellen dies in Form eines neu zu gründenden Jugendbeirats auf eine institutionelle Ebene zu heben.

Ferner bitten wir die Verwaltung die Einrichtung eines Jugendtreffs zu prüfen. Als Räumlichkeit käme gegebenenfalls das Gebäude in der Wiesenstraße 1 in Frage. Voraussetzung wäre allerdings, dass die Jugendlichen schon von Beginn an in die Planung mit einbezogen sind. Ich selbst war als Jugendlicher im meiner Heimatgemeinde in die Planung und den Betrieb einer solchen Einrichtung eingebunden und meine eigenen Erfahrungen sowie die Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass deren Erfolg von folgenden Faktoren abhängt: einer echten Mitverantwortung der Jugendlichen, festen Öffnungszeiten, einer festen Ansprechpartnerin und Geduld – ein solcher Treff muss sich erst etablieren.

Manche Jugendlichen stehen auch aktuell vor der Entscheidung der Berufswahl. Daher bitten wir die Verwaltung die Möglichkeiten Ausbildungs- und Praktikumsplätze im kommunalen Bereich anzubieten, nicht aus den Augen zu verlieren. Stichwort Verwaltung: Wir begrüßen den Ausbau des Rathauses im Sinne eines E-Governments, also der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, um Bürgern und Unternehmen einen rund um die Uhr verfügbaren, schnelleren und effizienteren Zugang zu Behördendiensten zu ermöglichen.

Weiterhin setzen wir uns dafür ein, finanzielle Mittel gezielt in Projekte zum Schutz der heimischen Flora und Fauna zu investieren. Förderungsfähige Projekte wie „Natur nah dran“ tragen dabei zum Erhalt der biologischen Vielfalt in unserer Gemeinde bei. Diesbezüglich nicht mehr wegzudenken ist in diesem Zusammenhang auch unser Biodiversitätspfad.

Um die Bevölkerung noch näher am tatsächlichen Erleben der Natur teilnehmen zu lassen, wäre es schön, wenn man die dort vorhandenen Obstbäume mit „Pflück mich“- Plaketten ausstatten könnte – vorausgesetzt natürlich, die Besitzer stimmen diesem zu. Auch wäre eine Neugestaltung der Schauimkerei mit einer Überdachung wünschenswert. Diese böte zum einen Schutz vor Wettereinflüssen, was zur Langlebigkeit der Stöcke beitragen würde. Zum anderen könnten die Honigbienen besser vor der invasiven asiatischen Hornisse geschützt werden.

Eine weitere Idee wäre, die Versickerungsflächen im Baugebiet „Brühl“ naturnah umzugestalten und im Sinne der Biodiversität zu bepflanzen.

Apropos Versickerungsflächen: Der Klimawandel verursacht immer wieder extreme Wetterereignisse, die uns Sorgen bereiten. So sind Starkregenereignisse besonders im Sommer in Hambrücken keine Seltenheit. Wir wollen versuchen, uns bestmöglich zu schützen, obwohl wir wissen, dass es für solche Ereignisse keinen hundertprozentigen Schutz gibt. Die neuralgischen Punkte wurden anhand des Starkregenrisikomanagments erörtert. Ob nun die Dachflächen-entwässerungen geändert oder das bestehende Kanalsystem in gewissen Bereichen aufdimensioniert werden muss, wird im Einzelnen noch geprüft. Jedenfalls sollte mit der Umsetzung dieses Jahr noch begonnen werden.

Wenden wir uns nun dem Bereich Verkehr zu. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass wir die Überlegungen einer großen Umgehung im Baugebiet Brühl über den Speckgraben nicht aus den Augen verlieren sollten. Das würde eine deutliche Entschärfung der Verkehrssituation im Baugebiet bewirken. Weiter dran bleiben gilt es auch bei der Gehwegsanierung in der Kirchstraße und der Schaffung eines Parkraumkonzepts für ganz Hambrücken. Hier wurden mit den Bereichen „Brühlerstraße“ und „Obere Brühlstraße“ bereits zwei akute Projekte angestoßen, eine Ausweitung auf ganz Hambrücken ist wünschenswert und notwendig. In diesem Zusammenhang begrüßen wir ausdrücklich die Ausschreibung einer Stelle für den Gemeinde-vollzugsdienst.

Kritisch sehen wir den Zustand des Zufahrtswegs zum Grünschnittplatz. Dieser ist mit vielen Löchern versehen und bedarf einer Sanierung. Ebenso kritisch beurteilen wir die Abbiegesituation von Hambrücken kommend auf den Rewe-Parkplatz. Aufgrund der sehr spärlich ausgewiesenen Abbiegespur weichen viele Autofahrer auf den angrenzenden Grünstreifen aus, der wiederum an den Fahrradweg grenzt. Hier bitten wir die Verwaltung zu prüfen, ob durch etwaige Umgestaltungen eine Verbesserung der Situation möglich wäre.

Abschließen möchte ich den Bereich Verkehr mit der Überlegung, ob wir uns als radenthusiastische und klimafreundliche Kommune nicht auch für eine zentrale E-Bike-Ladestation begeistern könnten. Der dazu benötigte Strom könnte aus den PV-Anlagen auf den kommunalen Dächern gewonnen werden.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

hatten wir in unserer letzten Haushaltsrede die leise Hoffnung, dass uns die neu zu errichtende Güterbahntrasse Mannheim – Karlsruhe nicht treffen würde, haben wir nun Gewissheit: Die Vorzugsvariante R4 der Deutschen Bahn verläuft auf der Gemarkungsseite von Hambrücken. Wir haben die berechtigte Sorge, dass durch die Erweiterung von zwei weiteren Gleisen in Richtung Hambrücken die Lärmbelästigung für unsere Bürgerinnen und Bürger deutlich höher ausfallen wird. Insbesondere könnten – je nach Trassenführung und Verlegung der Landesstraße L556 – das Gelände des Schützenvereins aber auch der Hartplatz des FV Hambrücken betroffen sein. Wir bitten daher die Gemeinde, das weitere Verfahren kritisch zu begleiten, um das bestmögliche Ergebnis für Hambrücken z.B. in Form von effektiven Lärmschutzmaßnahmen, zu erzielen.

Eine zentrale Rolle für unsere Bürgerinnen und Bürger spielt die Versorgungssicherheit. Daher müssen wir versuchen, unsere Erzeugungsanlagen auf dem neusten Stand zu halten. Eine der wichtigsten Anlagen für Hambrücken ist das gemeinsame Wasserwerk mit der Stadt Waghäusel. Nach einer in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros Schulz stehen umfangreiche Sanierungen des in den 60er Jahren gebauten Wasserwerks an. Außerdem gerät das Wasserwerk durch die zunehmende Versorgung von Neubaugebieten an seine Kapazitätsgrenze. Aus den genannten Gründen wurde ein kompletter Neubau an gleicher Örtlichkeit untersucht. Wir haben bereits im Gemeinderat signalisiert, dass für uns nur ein Neubau in Frage kommt, um dem Versorgungsauftrag für die Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten gerecht zu werden. Den Austausch der in die Jahre gekommenen Wasserleitungen durch den Zweckverband begrüßen wir ausdrücklich. Schiller-, Frieden- und Neuortstraße sind bereits ertüchtigt, in diesem Jahr folgt die Kraichgaustraße. Da viele Hauptleitungen bereits 60 Jahre und älter sind, gehen wir davon aus, dass die Erneuerung der Hauptleitungen in den Straßen sukzessive weitergehen wird.

Stichwort Erneuerung: Wir begrüßen den Antrag zur Förderung kommunaler Sportstätten für die Generalsanierung der Schulsporthalle. Schon vor einigen Jahren wurde versucht, entsprechende Fördermittel zu akquirieren. Aktuell besteht wieder eine berechtigte Hoffnung, Förderprogramme in Anspruch nehmen zu können.

Gerade im Hinblick auf die Größe und die Auslastung der Lußhardthalle, wäre eine Verlagerung mancher Veranstaltungen in die Schulsporthalle sinnvoll. Wir könnten uns vorstellen, nicht nur Sportveranstaltungen, sondern auch kleinere Konzerte oder den Ehrenabend der Gemeinde dort abzuhalten.

Außerdem beobachten wir durch die hohe Auslastung der Lußhardthalle eine große Belastung des vorhandenen Personals. Dies nehmen wir zum Anlass, um über einen Hallenwart, wie es sich jahrelang bewährt hat, nachzudenken. Dieser sollte nach Ansicht der CDU dann auch wie gewohnt Ansprechpartner für die Mieter und Vereine sein.

Um die Kosten und das daraus resultierende Defizit der Lußhardthalle zu verringern, sollte die Gebührenordnung für externe Mieter überarbeitet werden. Diese ist unserer Meinung nach nicht mehr zeitgemäß und sollte angepasst werden.

Eine der größten Investitionen der letzten Jahre tätigen wir mit der Errichtung eines Nahwärmenetzes in Hambrücken. Dabei werden die gemeindeeigenen Gebäude rund um die Lußhardthalle, Grund- und Gemeinschaftsschule sowie den neuen Kindergarten mit Nahwärme versorgt. Das innovative Projekt basiert auf eine Kraft-Wärme-Kopplung in Form eines Blockheizkraftwerkes in Kombination mit zwei Wärmepumpen. Hierbei werden selbst erzeugter Strom durch unsere PV-Anlagen und selbsterzeugte Wärme durch neu errichtete Wärmepumpen miteinander effizient genutzt. Durch einen großen Pufferspeicher kann die erzeugte Wärmegewinnung zwischengespeichert und bei Bedarf genutzt werden. Die Heizzentrale wird dabei neben der bestehenden Trafostation auf dem Parkplatz der Lußhardthalle entstehen. Mit einem solchen Großprojekt sind normalerweise große Planungs- und Vorlaufzeiten sowie Kosten verbunden. Wir von der CDU sind sehr dankbar, dass sich federführend Herr Johann Soder um das Projekt sowohl in der Planungs- als auch in der Ausführungsphase kümmert. Ohne seine Expertise und sein Knowhow wäre eine zeitnahe Umsetzung nicht möglich.

Weiterhin sind wir bemüht, gemeindeeigene Flächen zur Erzeugung von Strom zu nutzen. Mit der Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau haben wir einen starken Partner an Bord, der uns mögliche Potentiale aufzeigte. Hier wünschen wir uns von der Verwaltung eine zügige Umsetzung.

Aufgrund bürokratischer Hürden und Vorschriften lässt der Bau von bezahlbarem Wohnraum durch die Dr. Lickert-Gruppe im Neubaugebiet Brühl auf sich warten. Stand im letzten Jahr noch der Glasfaserausbau auf diesem Areal im Vordergrund, hoffen wir dieses Jahr auf den Baubeginn der Mehrfamilienhäuser und damit die Schaffung des dringend benötigten Wohnraumes in Hambrücken.

Ein weiteres großes Areal wird in der Ortsmitte Ecke Hauptstraße/ Rheinstraße erschlossen. Für das schon jahrelang brach liegende Areal konnten wir einen geeigneten Investor finden. Wir freuen uns sehr, dass auf dem Baugelände eine neue Zahnarztpraxis mit Schwerpunkt Kinderzahnheilkunde entsteht. Gerade in Zeiten des Ärztemangels ist es nicht selbstverständlich, einen Arzt für eine kleine Gemeinde zu finden. Baulich wird das Gebäude so untereilt sein, dass im Obergeschoss die Praxen sind und im Erdgeschoss ein Ladengeschäft entsteht. Womit wir uns hier noch intensiv beschäftigen müssen, ist die Lösung der dortigen Parkplatzsituation im laufenden Betrieb. Im Sinne des bereits erwähnten Parkraumkonzepts für ganz Hambrücken muss gewährleistet sein, dass es durch die Gewerbeansiedlung und den damit zusammenhängenden Kundenströmen nicht zu einer Verschlechterung des Stellplatzangebots kommt.

Bleiben wir bei der Gesundheitsversorgung vor Ort. Während andere Kommunen gar keinen Hausarzt mehr haben, haben wir ein funktionierendes Gesundheitszentrum mit einer Apotheke in nächster Nähe. Und schön ist auch zu sehen, dass sowohl im Gesundheitszentrum als auch in der Apotheke personell die Weichen für die Zukunft gestellt wurden, so dass uns auch in den nächsten Jahren im Bereich Gesundheit nicht bange sein muss. Nicht weniger wichtig sind unsere Blaulichtorganisationen wie die Feuerwehr, die Notfallhilfe und das DRK, deren Arbeit in unserer Gemeinde nicht oft genug gewürdigt werden kann. Tag für Tag kümmern sie sich ehrenamtlich um den Schutz der Bürgerinnen und Bürger und wir können froh und stolz sein, ein solch funktionierendes Notfallsystem bei uns im Ort zu haben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

die CDU-Fraktion stimmt dem vorliegenden Haushaltsentwurf 2026 zu.

Abschließend möchten wir uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Gemeindeverwaltung und des Bauhofs, sowie bei unseren Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die konstruktive Arbeit und den respektvollen Umgang miteinander bedanken. Ein Dankeschön geht auch an den Seniorenbeirat für die gute Zusammenarbeit!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Christian Manz

CDU-Fraktion

CDU-Winterwanderung mit großer Beteiligung

Am 03.01. fand die traditionelle Winterwanderung der CDU Hambrücken statt, an der rund 50 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Trotz winterlichen Wetters mit eisigen Temperaturen und Schneefall ließen sich die Teilnehmenden die gute Stimmung nicht nehmen. Der Vorsitzende der CDU Hambrücken, Christian Manz, begrüßte alle Anwesenden herzlich und wünschte ein frohes neues Jahr.


Die Wanderung führte zu mehreren Stationen in und um den Ort, an denen jeweils Experten zu aktuellen kommunalpolitischen Themen informierten. An der Schnellbahnstrecke erläuterte Bürgermeister Dr. Marc Wagner den aktuellen Stand zur geplanten Güterbahnstrecke. Er machte deutlich, dass sich die Gemeinde mit aller Kraft dafür einsetzen werde, im Falle einer Umsetzung den bestmöglichen Schutz für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung, sich beispielsweise über Bürgerinitiativen zu engagieren, um den Anliegen der Hambrücker Bürgerschaft zusätzliches Gewicht zu verleihen.


An der zweiten Station an der Lusshardthalle stellte der Hambrücker Bürger Johann Soder das geplante Nahwärmenetz rund um die Halle vor. Er überzeugte die Anwesenden davon, dass es sich hierbei um eine sinnvolle Investition in ein nachhaltiges Energiemanagement für die Zukunft handelt. Anschließend informierte Gemeinderat Christian Manz an der Ecke Rheinstraße/Hauptstraße über die geplante (Kinder-)Zahnarztpraxis und betonte den Gewinn für die medizinische Versorgung und das Gesundheitssystem in Hambrücken.


Im Feuerwehrhaus gaben Gemeinderätin Eva Baron und Reiner Krempel spannende Einblicke in das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). Dabei wurde einmal mehr deutlich, welch unverzichtbaren Beitrag die Feuerwehr Hambrücken mit rund 50 Einsätzen im vergangenen Jahr für die Sicherheit der gesamten Gemeinde leistet. Den Abschluss der inhaltlichen Stationen bildete ein Beitrag von Gemeinderat Daniel Zeisel, der die aktuelle Parksituation im Ort beleuchtete. Am Beispiel der Oberen Brühlstraße und der Brühlerstraße wurden Lösungsansätze für ein nachhaltiges Parkmanagement aufgezeigt.


Ihren gemütlichen Abschluss fand die Winterwanderung bei einem gemeinsamen Beisammensein mit Essen und Trinken in der Dreschhalle. Landtagskandidat Dr. Thorsten Schwarz gab dabei interessante Einblicke in den laufenden Wahlkampf und diskutierte mit den Anwesenden engagiert über verschiedene politische Themen.

CDU Hambrücken meets EU

Am 13.11.2025 machten sich frühmorgens 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Daniel Caspary MdEP, auf den Weg nach Brüssel. Erster Stopp war das EU-Parlament.

Beim Europäischen Parlament angekommen, wurden wir von einer Mitarbeiterin des Abgeordnetenbüros bereits erwartet. Auf unserem Programm standen folgende Punkte: ein Gespräch mit Frau Hildegard Bentele MdEP (CDU), die Daniel Caspary MdEP vertrat, eine Einführung in die Institutionen der EU und ein Besuch des Plenarsaals. Die Dimension des Plenarsaals für die 720 Abgeordneten, aber auch die Abläufe im Plenum waren höchst beeindruckend.

Während des Gesprächs mit der Abgeordneten wurden wir kurz in die Arbeitsweise des Parlaments und dessen Ausschüsse eingeführt. Einer kompakten Präsentation und Zuständigkeit im Parlament schloss sich ein Dialog mit uns an, bei dem kein Thema ausgespart blieb.

„Europa lebt vom Mitmachen – lassen Sie uns in Kontakt bleiben!“ verabschiedeten sich die Mitarbeiter von uns. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck setzten wir unser Reiseprogramm fort und besuchten im Anschluss noch das Parlamentarium. Dieses bot eine interaktive Ausstellung, die uns die Arbeit des Parlaments, den Prozess der Gesetzgebung und die Geschichte der Europäischen Union noch näherbrachte. So konnte man z.B. mit Audiogeräten in allen 24 Amtssprachen an einer virtuellen Reise durch Europa teilnehmen oder einen 360°-Film im Kino sehen. 

Nach dem ersten eindrucksvollen Tag in der europäischen Hauptstadt starteten wir Tag 2 unserer Brüsselreise gut gestärkt nach einem ausgiebigen Frühstück. Auf dem Programm stand zunächst der Besuch der Landesvertretung Baden-Württemberg. Herr Landgraf empfing unsere Gruppe mit einem ebenso informativen wie unterhaltsamen Vortrag über die Aufgaben und Arbeitsweisen der Vertretung. Bei Brezeln und Getränken blieb anschließend Zeit für politischen Austausch und persönliche Gespräche. Ein Rundgang durch das Gebäude rundete den Besuch ab – mit einem besonderen Höhepunkt: der Besichtigung der legendären Schwarzwaldstube, die mitten in Brüssel ein kleines Stück Heimat vermittelte.


Weiter ging es zur Europäischen Kommission. Dora Valcic von der Generaldirektion Wettbewerb gab uns einen spannenden Einblick in die Arbeitsweise der Kommission und betonte eindrucksvoll, wie wichtig ein starkes Europa gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist.
Den Abend ließen wir in geselliger Runde im Restaurant Maison Vincent in der Brüsseler Altstadt ausklingen – ein schöner Abschluss eines politischen Programmtages voller neuer Eindrücke.


Nach zwei intensiven Tagen rund um Europas Politik stand der dritte Tag ganz im Zeichen der Kultur. Während einer abwechslungsreichen Stadtrundfahrt entdeckten wir unter anderem den imposanten Justizpalast und das weltberühmte Atomium. Bei einer anschließenden Führung rund um den Grote Markt zeigte sich, dass Brüssel weit mehr zu bieten hat als nur EU-Institutionen: historische Fassaden, enge Gassen und ein lebendiges Stadtzentrum begeisterten die Gruppe.


Ein süßer Höhepunkt erwartete uns danach im Norden der Stadt. In einer Chocolaterie erhielten wir eine Einführung in die hohe Kunst der Schokoladenherstellung – und einige von uns durften sogar selbst Hand anlegen. Der Nachmittag stand anschließend zur freien Verfügung, was viele nutzten, um noch einmal durch die Innenstadt zu bummeln oder den ein oder anderen kulinarischen Schatz zu entdecken.
Am nächsten Morgen traten schließlich 52 glückliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Heimreise an – mit vielen neuen Einblicken, wertvollen Gesprächen, kulturellen Eindrücken und neuen Freundschaften im Gepäck.

Haushaltsrede 2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Wagner,

sehr geehrte Herren Fachbereichsleiter Karl, Krempel und Ott,

verehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,

liebe Bürgerinnen und Bürger von Hambrücken,

sehr geehrte Damen und Herren,

„Es gibt keine großen Dinge, nur kleine Dinge, die mit großer Liebe getan werden.“ Mit diesem Zitat von Mutter Teresa möchte ich meine Rede beginnen und betonen, dass auch kleine Projekte, die wir mit diesem Haushalt ermöglichen, große Wirkung haben können – wenn sie aus Überzeugung und Herzblut entstehen.

Liebe Anwesende,

Tag für Tag werden in dieser Gemeinde von vielen ehrenamtlich Tätigen kleine Projekte mit großer Wirkung für alle Beteiligten umgesetzt, mit großem Engagement und Leidenschaft, sei es im politischen, im sozialen, im gesundheitlichen, im sportlichen oder auch im kulturellen Bereich. Nicht zu vergessen sind aber auch diejenigen, die sich täglich beruflich zum Wohl ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen.

Es ist jetzt ziemlich genau 20 Jahre her, dass ich in diese Gemeinde gezogen bin. Und was mich sofort berührt hat und was mir sehr positiv aufgefallen ist, war das Engagement der Menschen hier in diesem Ort, die sich in Vereinen und anderen Institutionen für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt haben. Das ist alles andere als selbstverständlich und kann gar nicht oft genug an dieser Stelle gewürdigt werden. Deshalb an Sie alle ein großes Dankeschön!!!

Lassen Sie uns nun den Blick nach vorne richten. Beim Schreiben der Haushaltsrede bin ich über ein zweites Zitat gestolpert. Es stammt von Otto von Bismarck und lautet „Politik ist die Kunst des Möglichen“. Ja, wir als Gemeinde müssen uns Jahr für Jahr fragen, was denn eigentlich unter den gegebenen Voraussetzungen noch möglich ist. Bürgermeister Dr. Wagner hat es in seiner Haushaltsrede erwähnt: Die finanziellen Spielräume werden immer enger. So wird zum Beispiel aufgrund der schlechten Finanzlage unseres Landkreises die Kreisumlage von 27,5% auf 32% erhöht. Das ist ein Schlag ins Kontor einer jeden Kommune.

Um im Bild von Bismarck zu bleiben, werden wir uns also im Haushaltsjahr 2025 der Kunst des Möglichmachens zuwenden und den Fokus auf Projekte und Investitionen legen, die nachhaltig und notwendig sind.

Die CDU Hambrücken war und ist schon immer eine Partei für die Familien. Deshalb liegt auch ein wesentlicher Fokus auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu gehört eine verlässliche Kinderbetreuung. Im Neubau eines Kindergartens auf dem Gelände der Pfarrer-Graf-Schule sehen wir die Möglichkeit, aber auch die Pflicht, den Erfordernissen der heutigen Zeit nachzukommen und die Betreuung von U3- und Ü3-Kindern zu gewährleisten. Aber diese Betreuung hört nicht an der Kindergartentüre auf. Auch in der Grundschule muss weiter gewährleistet sein, dass die Kinder auch nach dem Unterricht betreut werden und den Eltern somit mehr berufliche Flexibilität eingeräumt wird. Ein großer Dank gilt deshalb den betreuenden Personen, die diese Freiräume ermöglichen.

Wenn wir den Weg vom Kindergarten über die Grundschule weitergehen, landen wir in einer weiterführenden Schule. Wir sind froh und glücklich mit der Lußhardt-Gemeinschaftsschule eine solche Schule im Ort zu haben, die sich nicht zuletzt mit Aktionen wie der Ernennung zur EU-Botschafterschule auszeichnet. Diese Aktionen zeigen auch, dass es in diesem Alter schon einige politisch interessierte Schülerinnen und Schüler gibt, deren Wissen und Anregungen auch uns als Gemeinde weiterbringen können. Bürgermeister Dr. Wagner hat mit dem eingeführten Yougend- Forum schon einen Schritt in die richtige Richtung getan. Wir als CDU-Fraktion gehen noch einen Schritt weiter und würden dieses Forum gerne auf eine institutionelle Ebene bringen, welches in Form eines neu zu gründenden Jugendbeirats – ähnlich dem Seniorenbeirat – als Bindeglied zwischen Jugend, Verwaltung und Gemeinderat fungieren und mit seinen Ideen und Vorstellungen neue Impulse liefern kann.

Stichwort Seniorenbeirat: Wir sind glücklich eine solche Institution, die sich um die Belange älterer Menschen kümmert, im Ort zu haben und wollen diese auch nach besten Kräften unterstützen.

Um bei der Jugend zu bleiben: Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, als Gemeinde wieder einen Ausbildungsplatz zum Verwaltungsfach-angestellten anzubieten. Ausbildungsplätze bieten eine Win-Win Situation. Zum einen führen Sie die Auszubildenden in die Berufswelt ein, zum anderen besitzen Auszubildende einen unvoreingenommenen Blick auf den Arbeitsalltag und können ihrerseits neue Ideen in die Verwaltung einbringen.

Auch weiterhin setzen wir uns dafür ein, finanzielle Mittel gezielt in Projekte zum Schutz der heimischen Flora und Fauna zu investieren. Dazu gehören die Pflege und Erhaltung von Grünflächen. Zwei in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnende Örtlichkeiten sind der Walderholungspark und der Biodiversitätspfad. Beide sind über die Grenzen Hambrückens hinaus bekannt und können sicher als Hotspots im Bereich der Naherholung bezeichnet werden. Daher gilt es auch zukünftig diese zu unterstützen – insbesondere vor dem Hintergrund der dramatischen Ereignisse rund um den Ausbruch der Geflügelpest im Walderholungspark. Was allerdings schön ist zu sehen und was einen stolz machen darf, ist die Solidarität der Hambrücker Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Vogelpark, was die zahlreichen Spenden und Spendenaktionen zeigen.

Als dramatisch können auch die in den letzten Jahren immer wieder auftretenden Starkregenereignisse angesehen werden. Wir müssen als Gemeinde versuchen, bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Dabei unterstützen wir die aus dem Starkregenrisikomanagement hervorgehenden Maßnahmen, um die kritischen Örtlichkeiten bestmöglich zu entlasten. Ein wichtiger Baustein hierfür ist eine funktionale Abführung des anfallenden Regen- und Schmutzwassers. So begrüßen wir nach der Generalsanierung des Hebewerkes 3 nun die Sanierung der Abwasserschnecken des Hebewerkes 2. In diesem Zusammenhang beobachten wir einen stetigen Anstieg des anfallenden Abwassers in unseren vorhandenen Rückhaltebecken. Wir bitten die Verwaltung daher um Prüfung weiterer Rückstaumöglichkeiten an den vorhandenen Anlagen.

In Zeiten des Klimawandels gilt es als Gemeinde jedoch nicht nur zu reagieren, sondern auch zu agieren. Wir müssen uns daher die Frage stellen, wie wir möglichst klimaneutral, unabhängig und kostengünstig Energie gewinnen können. Dabei spielt der Ausbau der Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden und Grundstücken für uns eine zentrale Rolle. So könnten wir uns konkret vorstellen, die Dächer der Grundschule, des Verbindungsbaus und der Schulturnhalle mit Photovoltaik zu versehen. Auf Grund der günstigen Ausrichtung der Dachflächen könnte man hier weit über 1.000 m² Dachfläche bestücken. Mit dem erzeugten Strom könnten wir uns beispielsweise eine E-Ladestation für E-Bikes in Zentrumsnähe vorstellen.

Weiterhin sollte man die kommunale Wärmeplanung vorantreiben. Die Wärmeplanung wird uns Möglichkeiten aufzeigen, wie wir unsere Gebäude möglichst effizient mit Wärme versorgen können.

Ein weiterer großer Aspekt, der uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird, ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Wir freuen uns, dass wir im Neubaugebiet Brühl mit dem Bau der Mehrfamilienhäuser die ersten Schritte in die richtige Richtung vollzogen haben. Die Mieten für Wohnungen unterschiedlicher Größe werden hier auf 8,00 €/m² veranschlagt sein. Wir wollen den Weg des bezahlbaren Wohnraumes weitergehen und gemeindeeigenes Potential prüfen. So wäre unseres Erachtens ein Umbau des leerstehenden Anwesens Wiesenstr. 1 zu prüfen. Im jetzigen Zustand ist dieses Gebäude für uns nicht nutzbar.

Im Blick haben wir auch die gemeindeeigenen Freiflächen. So haben wir z.B. großes Potential im Bereich Weiherer Straße neben dem Rathaus. Dieses Freigelände sollten wir schnellstmöglich der Wohnbebauung zuführen, um Erlöse für die angespannte Haushaltslage zu generieren. Im zweiten Schritt sollte für die Freifläche an der Hauptstraße/Ecke Rheinstraße ein mögliches Konzept ausgearbeitet werden. Hier besteht die Möglichkeit, die Ortsmitte zu verdichten und neuen Wohnraum zu schaffen.

Mit der Buslinie 123 konnten vier neue Bushaltestellen im westlichen Bereich unseres Ortes in Betrieb genommen werden. So können unsere Bürgerinnen und Bürger beispielsweise vom Gesundheitszentrum problemlos Bruchsal erreichen. Auch im Hinblick auf die wahrscheinlich leider nicht realisierbare Verlängerung der Stadtbahnlinie S2 eine gute Alternative.

Was dagegen kommen wird – ob auf Hambrücker Gemarkung oder nicht – ist das Bahnprojekt Mannheim–Karlsruhe. Hier bitten wir die Verwaltung, die Fortschreibung des Projekts weiterhin kritisch zu begleiten, um gegebenenfalls mit den zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren zu können, damit es nicht zu unzumutbarer Lärm- und Umweltbelastung bzw. nachteiligen Eingriffen in die Hambrücker Gemarkung kommt.

Wenden wir uns nun den innerörtlichen Verkehrsprojekten zu. Die Ertüchtigung der Gehwege im ersten Abschnitt der Kirchstraße war ein gelungenes Projekt. Nun sollten wir den zweiten Abschnitt angehen und die restlichen Gehwege ertüchtigen. In der besagten Straße haben wir zudem in Form eines absoluten Halteverbotes die Parksituation entschärft. Das durchaus kritisch beäugte Projekt ist für uns in der Nachbetrachtung eine gelungene Sache. Erfreulich ist dabei, dass die Anwohner ihr eigenes Grundstück zum Parken ihrer Fahrzeuge nutzen. Diese Eigeninitiative wünschen wir uns in vielen Straßen im Ort. Teilweise ist es unserer Feuerwehr, den Rettungsdiensten, den Müllfahrzeugen oder auch den Bussen der neuen Buslinie nur schwer möglich, mit ihren Fahrzeugen durch zugeparkte Straßen zu „rangieren“. Zudem ist insbesondere das Parken in Kreuzungsbereichen gefährlich für alle Beteiligten. Dieser Zustand ist auf Dauer so nicht mehr hinnehmbar. Deshalb schlagen wir der Verwaltung vor, ein ganzheitliches Parkkonzept für Hambrücken zu erstellen. Dabei wünschen wir uns, dass unseren Bürgern das Potential des Parkens auf dem eigenen Gelände und im öffentlichen Parkraum aufgezeigt wird und appellieren an die Vernunft jedes Einzelnen, dieses auch zu nutzen.

Lassen Sie mich auf das Eingangs erwähnte Zitat zurückkommen. „Politik ist die Kunst des Möglichen“. Es bleibt festzuhalten, dass die Kosten für externe Planungs- und Durchführleistungen unseren Haushalt immens belasten. Es gilt zu prüfen, ob solche Leistungen auch vom eigenen Personal erstellt werden könnten. Des Weiteren wäre es wünschenswert, kleinere Bauvorhaben und Dienstleistungen selbst auszuschreiben. Der Gemeinderat hat hierfür bereits das Personal im Baubereich zur Verfügung gestellt.

Stichwort Baubereich: Das Neubaugebiet Brühl wird bereits sehr gut angenommen und die Bebauungen schreiten zügig voran. Wir beobachten erfreulicherweise, dass viele junge Familien sich im Baugebiet angesiedelt haben. Sicherlich für unsere Gemeinde ein Mehrwert in allen Belangen. Mit der verkehrstechnischen Erschließung des Neubaugebietes Brühl und der neu geschaffenen Abkürzung von Weiher nach Wiesental und umgekehrt, sehen wir für die Anwohner ein erhöhtes Verkehrsrisiko. Wir sind der Meinung, dass die Überlegungen der großen Umgehung über den Speckgraben wieder aufgegriffen werden sollten. Das würde eine deutliche Entschärfung der Verkehrssituation im Baugebiet bewirken.

Stolz kann Hambrücken auf seine Gesundheitsversorgung sein. Während andere Ortschaften gar keinen Hausarzt mehr haben, haben wir ein funktionierendes Gesundheitszentrum mit einer Apotheke in nächster Nähe. Und schön ist auch zu sehen, dass sowohl im Gesundheitszentrum und in der Apotheke personell die Weichen für die Zukunft gestellt wurden, so dass uns auch in den nächsten Jahren im Bereich Gesundheit nicht bange sein muss. Nicht zu vergessen sind unsere Blaulichtorganisationen wie die Feuerwehr, die Notfallhilfe und das DRK, deren Existenz im Ort nicht hoch genug einzuschätzen ist. Bei Ereignissen wie dem schon mehrfach erwähnten Starkregen oder wenn man akute gesundheitliche Probleme hat, ist man sehr froh, solche Personen und Institutionen vor Ort zu haben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

die CDU-Fraktion stimmt dem vorliegenden Haushaltsentwurf 2025 zu.

Abschließend möchten wir uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Gemeindeverwaltung und des Bauhofs, sowie bei unseren Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die konstruktive Arbeit und den respektvollen Umgang miteinander bedanken.

Erinnern Sie sich noch an das eingangs erwähnte Zitat von Mutter Teresa? Es lautet: „Es gibt keine großen Dinge, nur kleine Dinge, die mit großer Liebe getan werden.“ Bringen wir das nun mit Otto von Bismarcks Zitat „Politik ist die Kunst des Möglichen“ zusammen, so lautet die Devise:

„Menschen können vieles möglich machen, wenn sie es mit dem nötigen Engagement und der notwendigen Hingabe verfolgen“

Und es ist schön zu sehen, dass es viele solcher Menschen in Hambrücken gibt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Christian Manz

CDU-Fraktion

Politikwechsel für Deutschland

Klarheit, Kompetenz und eine moderne Politik

Thorsten Frei MdB

Erster Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Spitzenkandidat der CDU Baden-Württemberg zur Bundestagswahl.

„Unser Land braucht einen Neustart. Deutschland braucht wieder mutige Entscheidungen, Führung und Tatkraft aus der bürgerlichen Mitte heraus. Dafür steht die Südwest Union – mit unseren Inhalten und mit unseren Köpfen. Unser Team der CDU Baden-Württemberg mit dem Spitzenkandidaten Thorsten Frei bringt Expertise gepaart mit ganz viel gesundem Menschenverstand, Ambition und Zukunftskompetenz in den Bundestag.

Unser Land hat eine bessere Regierung verdient. Deshalb werden wir gemeinsam dafür kämpfen, die nächste Bundesregierung anzuführen. Wir stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen und kraftvoll anzupacken.

Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung: Jede Stimme zählt, die Erst- und die Zweitstimme: CDU!

Der Schatz des Pharao

Opa Peter war ein berühmter Archäologe und hat viele Jahre lang den Schatz des Pharaos gesucht. Dabei hat ihm sein bester Freund Tummy (die Mumie) sehr geholfen. Gemeinsam haben sie die Pyramiden erforscht. Leider wurde der Schatz nie gefunden und der arme Tummy ist immer noch in der Pyramide eingeschlossen. Nur clevere Kinder können jetzt noch helfen den Schatz finden…

So lautete die Ausgangssituation einer WhatsApp-Rally, welche die CDU Hambrücken beim diesjährigen Ferienprogramm angeboten hatte.
Kinder im Alter ab 10 Jahren machten sich also am 08. August auf, rund um den Biodiversitätspfad verschiedene Rätsel zu lösen, um schließlich den Schatz bergen zu können. Wichtigstes Hilfsmittel war dabei immer wieder das Handy, über welches die Kinder Hinweise z.B. in Form von kleinen Audioschnipsel oder Videofilmen zugeschickt bekamen. Das Lösen der Rätsel musste dann aber auch „händisch“ geschehen und vor allem die Teamarbeit war wichtig.

Da die Kinder toll zusammengearbeitet und clever kombiniert hatten, konnten am Ende alle Gruppen die Rätsel lösen und wurden mit dem Schatz in Form einer eiskalten Erfrischung und einer süßen Knabberei belohnt.

Waldgruppe des St. Martin kann jetzt bei Regen draußen sitzen

Ein langersehnter Wunsch der Waldgruppe mit ihren Erzieherinnen Frau Klein und Frau Hoffmann und der Leiterin Frau Stiel-Leibold konnte jetzt die CDU Hambrücken erfüllen. Vor einem Jahr hatte das CDU-Mitglied Egon Drexler von der Waldgruppe erfahren, dass am Außenwaschbecken aus hygienischen Gründen darauf geachtet werden müsse, dass dort bei Regen keine Handtücher und Seife bleiben dürfen. Eine Überdachung könne hier Abhilfe schaffen.

Für Egon Drexler galt der Spruch: gesagt, getan. Sogleich nahm er seine CDU-Kollegen Gottfried Neuberth und Architekt Karlheinz Debatin mit ins Boot und man tauschte sich vor Ort aus, wie hier mit einer Überdachung Abhilfe geschaffen werden könne. Beim Austausch ist man sehr schnell zu dem Ergebnis gekommen, mit einer Kleinausführung wird das nichts. Störfaktoren um den Waschbeckenbereich waren die Stauraumtüren und die Fensterläden, die bei der Anbringung von Stützen nicht mehr geöffnet werden könnten. Um für Hygiene, Sicherheit und Schutz vor Regen die praktikabelste Lösung zu erzielen, wäre eine Überdachung auf der gesamten Länge des Bauwagens am effektivsten.

Jetzt galt es, die Verwaltung, den Bauhof und ForstBW mit ins Boot zu nehmen und auch die Kosten zu ermitteln. Nach intensiven Gesprächen kam man zu dem Ergebnis, dass dieses Projekt, eine Überdachung mit einer Länge von 12 Metern und 5,20 Meter in der Breite, aus Kostengründen nur unter Einbeziehung des Ehrenamtes und deren Unterstützung durch Sponsoren umsetzbar wäre.

Im Rahmen des Weihnachtsbasars des Kindergartens St. Martin bastelten daher die Eltern der Kinder Weihnachtspräsente auf Holzscheiben. Mehr als 200 Holzscheiben wurden zuvor von Ernst Riedel gefertigt. Die Weihnachtsdeko wurde am Stand der CDU Hambrücken beim Weihnachtsmarkt Hambrücken gegen eine Spende verkauft. Des Weiteren erklärten sich die Volksbank Kraichgau und die HUK-Coburg bereit, das Projekt finanziell zu unterstützen. So ist für das Projekt eine Spendensumme von 5250,- Euro zusammengekommen. Auch verzichtete Architekt Karlheinz Debatin auf sein Honorar und vor allem Zimmermann Gottfried Neuberth setzte bei seinen Kostenermittlungen nur den Einkaufspreis und keine Arbeitsleistungen an.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen, mit welchen Kosten zu rechnen ist, suchten der 1. Vorsitzende Christian Manz und Organisator Egon Drexler das Gespräch mit Bürgermeister Marc Wagner. Von der Idee, dass Mitglieder der CDU als Bautrupp bei Streicharbeiten und Aufbau mit Hand anlegen würden, war Bürgermeister Marc Wagner angetan und so konnte das Vorhaben gemeinsam mit der Verwaltung auf den Weg gebracht werden.

Im Juni wurde der Plan beim Landratsamt eingereicht und ForstBW entfernte in der Zwischenzeit Bäume, die im Gefahrenbereich standen. Gleichzeitig wurden als Ausgleich um das Areal Waldkindergarten Neupflanzungen von Waldbäumen vorgenommen. Als Ende November die Genehmigung vom Landratsamt vorlag, galt es zu klären, welche Form der Dachabdeckung zu wählen sei. Man entschied sich für die Eindeckung mit Sandwichplatten.

Der Bauhof nahm sich der Bodenarbeiten an und nahm den Aushub für die Stützen vor. Als die Holzteile und Holzträger vorbereitet waren, war ein zweimaliger Holzanstrich des Bauholzes erforderlich. Für den Aufbau waren 8 CDU-Mitglieder zur Stelle und legten mit Zimmermann Gottfried Neuberth Hand an. Abschließend wurde an der Überdachung noch eine Dachrinne mit Ablauf angebracht. Das Regenwasser versickert in einer von den Kindern angelegten Pfütze.

Gemeinsam mit den Kindern konnte man bei einem gemeinsamen Helfer-Frühstück unter der Überdachung das Projekt „Überdachung“ feiern. Erfreut konnten wir Helfer von den Kindern immer wieder hören, „jetzt können wir an einem wunderschönen Regentag im Wald draußen sitzen und alle Sachen bleiben dabei trocken.“

Durch die erbrachten Arbeitsleistungen im Ehrenamt und den Ansatz von nur Einkaufspreisen für Bauholz, Farbe, Dachrinne und sonstige Teile konnten in Summe 8.000 Euro eingespart werden!

Neue Überdachung im Waldkindergarten

Der Wunsch des Waldkindergartens ist in Erfüllung gegangen.  🤩🤩🤩

Die Mitglieder der CDU Hambrücken haben unter Mithilfe der Verwaltung, des Bauhofs, Konditorei Rothermel, Architekt Karlheinz Debatin und Zimmermann Gottfried Neuberth die Umsetzung der Überdachung abschliessen können. 🏁

Die Mischung von echter Hambrigger Zimmermannskunst und ehrenamtlichen Helfern machte es den Kindern im Waldkindergarten nun möglich, den Wald einmal mehr auch bei schlechtem Wetter genießen zu können. 🥳

Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die in zahlreichen Arbeitsstunden die Fertigstellung des Daches ermöglicht haben!!! 🙏🏼🙏🏼🙏🏼

Nominierungsversammlung der CDU Hambrücken

Am 22.02.2024 fand im Sporthaus des FV Hambrücken die Nominierungsversammlung der CDU Hambrücken zur Aufstellung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 09.06.2024 statt.

Der Vorsitzende Christian Manz begrüßte zunächst die anwesenden Mitglieder und bedankte sich bei allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Bereitschaft auf die Liste der CDU Hambrücken zu gehen und sich für die Gemeinde ehrenamtlich engagieren zu wollen. Das sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, so der Vorsitzende. Ein weiterer Dank ging an die scheidenden Gemeinderäte Sandra Striegel-Moritz und Theo Mahl, die als CDU-„Urgesteine“ nicht mehr für den im Sommer neu zu wählenden Gemeinderat kandidieren werden.

Nach den einleitenden Worten gab Christian Manz das Wort weiter an den gewählten Versammlungsleiter, Dr. Marc Wagner. Dieser führte in gewohnt souveräner Manier durch die anschließende Wahl und konnte schließlich die gewählten Kandidatinnen und Kandidaten bekannt geben. Nominiert wurden:

  1. Christian Manz
  2. Daniel Zeisel
  3. Anita Göckel
  4. Karlheinz Batschauer
  5. Tobias Krämer
  6. Viola-Maxi Krämer (nicht auf dem Bild)
  7. Reiner Krempel
  8. Manfred Knopke
  9. Dr. Rainer Bräutigam
  10. Florian Debatin
  11. Daniel Feil
  12. Gottfried Neubert
  13. Steffen Riedel
  14. Egon Drexler

Christian Manz zeigte sich zum Abschluss der Veranstaltung sehr zufrieden mit der gewählten Liste: „Wir haben eine starke Truppe mit tollen Kandidatinnen und Kandidaten und ich freue mich, dass wir den Wählerinnen und Wählern auf jeder Listenposition ein tolles Angebot machen können.“

Haushaltsrede 2024

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Wagner,

verehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,

liebe Bürgerinnen und Bürger von Hambrücken,

sehr geehrte Damen und Herren,

„Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt!“ – Zumindest bezogen auf unseren Haushalt 2024 ist diese Aussage von Oscar Wilde sehr zutreffend. Dazu gleich mehr.

Seit Jahren bewegen wir uns in einem Krisenmodus, egal ob Bund, Länder oder Kommunen.

Corona, Energiekrise sowie dieser durch nichts zu rechtfertigende Krieg auf europäischem Boden gegen die Ukraine und der Völkermord im Nahen Osten haben uns alle vor große Herausforderungen gestellt.

Aus diesem Grund möchten wir zunächst einmal Danke sagen – Danke an alle diejenigen, die vor allem in ehrenamtlichen Tätigkeiten das Leben im Dorf aufrechterhalten, die z.B. unsere Flüchtlinge aufgenommen, Wohnraum zur Verfügung gestellt oder sich anderweitig gekümmert haben.

Danke allen Lehrerinnen, Lehrern und Betreuungskräften unserer Pfarrer-Graf-Grundschule und unserer Lußhardt-Gemeinschaftsschule, sowie den Erzieherinnen und Erziehern unserer beiden Kindergärten, die unter nicht einfachen Bedingungen ihren Bildungs- und Betreuungsaufgaben nachkommen. Die Verwaltung, die Feuerwehr, das DRK und die Ehrenamtlichen unserer Vereine gehören genauso dazu.

Es tut gut zu wissen, dass alle zusammenstehen und da sind, wenn sie gebraucht werden. Ihr Einsatz verlangt gehörigen Respekt! – Danke dafür!

Nun aber zum „angeblich“ Wichtigsten im Leben, dem lieben Geld. Wichtig zumindest, was unseren Gemeindehaushalt angeht.

Gestatten Sie mir in diesem Zusammenhang einige Bemerkungen zur Bundespolitik:

Auch sie arbeiten im Krisenmodus! Das darf aber nicht dazu führen, dass Entscheidungen getroffen werden, die ohne Gegenfinanzierung zu uns durchgereicht werden.

Die Bundesregierung raubt uns Handlungsspielräume!

Natürlich ist es begrüßenswert, wenn der Staat Maßnahmen wie das Bürgergeld, die Erhöhung von Freigrenzen zum Beispiel der stationären Pflege, Flüchtlingshilfen oder das Deutschlandticket ergreift, um gerade sozial Schwächere zu unterstützen. Nur müssen dann auch die passenden Gesetze und Verwaltungsbestimmungen dazu erlassen werden und der finanzielle Rahmen abgesichert sein. Daran mangelt es derzeit und wir können die finanziellen Auswirkungen sowie deren Verläufe für die Haushalte nur schwer einschätzen.

Wir stehen hier am Ende der Kette und müssen dann zusehen, wie wir klarkommen. Die Gemeinde Hambrücken ist nicht in der Lage, wie der Bund kurz mal ein Sondervermögen zu bilden, um Vorhaben zu finanzieren, es sei denn wir hätten eine Geldmaschine im Keller – aber die hat leider auch unser Kämmerer Herr Ott nicht finden können, dem wir in diesem Zusammenhang für die Zusammenstellung des Gesamtzahlenwerks danken.

Unser Fokus für das Haushaltsjahr 2024 liegt auf nachhaltigen Investitionen in die Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum, eine verlässliche Kinderbetreuung und den Umweltschutz.

Hier ist es uns ein wichtiges Anliegen, den Naturschutz in Hambrücken zu fördern und zu stärken. Die Erhaltung unserer Umwelt und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen sind von essenzieller Bedeutung für die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger.

Wenn wir dem Klimawandel Einhalt gebieten wollen, benötigen wir starke Partner und große Investitionen in regenerative Energiequellen, Wärmenetze und Sanierung vorhandener Infrastruktur. Mit dem Beitritt in die PEG, der ProjektEntwicklungsGesellschaft, sind wir damit auf einem guten Weg. Die größten Herausforderungen der nächsten Jahre werden Fragestellungen sein wie folgende: Wie können wir zukünftig Hambrücken mit Energie versorgen, wo nehmen wir sie her? Was ist mit der Fernwärme? Werden wir an die Geothermie Graben-Neudorf angebunden? Oder schaffe ich mir eher eine Wärmepumpe an? Woher beziehen wir dann den Strom?

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich dabei auf die Wärmeplanung und ihre Umsetzung verlassen können. Dazu brauchen wir und unsere Unternehmen gute Rahmenbedingungen. Bund und Länder sind aufgefordert, dazu einen Rechtsrahmen mit Plan, Augenmaß und nachhaltiger finanzieller Unterstützung zu schaffen.

Auch weiterhin setzen wir uns dafür ein, finanzielle Mittel gezielt in Projekte zum Schutz der heimischen Flora und Fauna zu investieren. Dazu gehören die Pflege und Erhaltung von Grünflächen und die Förderung von Umweltbildungsprogrammen. Durch diese Maßnahmen möchten wir sicherstellen, dass auch kommende Generationen die Schönheit und Vielfalt unserer Natur erleben können.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch einen Fokus auf den Wald- und Erholungspark sowie den Biodiversitätspfad legen und auf diese auch medial aufmerksam machen. Hierzu bitten wir, auf der Homepage der Gemeinde unter Menü „Freizeit“ den Passus „Entdecken“ aufzunehmen, und außerdem die Internetplattform „tourismus-bw.de“ um unseren Biodiversitätspfad zu ergänzen.

Uns ist bewusst, dass der Naturschutz nicht nur eine ökologische Verantwortung ist, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gemeindebewohnerinnen und Gemeindebewohner hat. Daher sehen wir es als unsere Pflicht an, auch in den kommenden Haushaltsperioden verstärkt in nachhaltige Projekte zu investieren, die den Naturschutz in Hambrücken vorantreiben.

Bei einem Starkregenereignis wie im vergangenen Jahr haben wir festgestellt, dass wir ein besonderes Augenmerk auf unsere Kanalisation legen müssen: Es darf nicht wieder erst etwas passieren, bevor das Kind sprichwörtlich „in den Brunnen fällt“.

In Bezug auf die Infrastruktur legt die CDU-Fraktion besonderen Wert auf zukunftsorientierte Investitionen. Wir haben dabei den Ausbau und die Instandhaltung von Straßen, Geh- und Radwegen sowie den ÖPNV ständig im Blick, um die Mobilität unserer Bürgerinnen und Bürger stetig zu verbessern.

In diesem Zusammenhang stellt die CDU-Fraktion folgenden Antrag: Wir fordern die Schaffung eines barrierefreien Zugangs vom Neubaugebiet Brühl an der vorhandenen Treppe zum Netto-Parkplatz, um den Zugang für „alle“ Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.

Beim Projekt der Deutschen Bahn müssen wir bis zum Herbst zuwarten, welche Entscheidungen bezüglich der Trassenführung getroffen werden. Egal, wie es ausgeht: Der Emissions- und Lärmschutz muss besser werden als er heute ist! Wir unterstützen in diesem Fall alle Maßnahmen der Gemeindeverwaltung, die gegen eine Trassenführung auf unserem Areal zielen, auch um unsere Vereine, die zum Teil direkt davon betroffen sind, zu schützen.

Eine verlässliche und bezahlbare Kinderbetreuung war uns schon immer wichtig: Unser Nachwuchs soll gut versorgt sein, damit die Eltern zur Arbeit gehen können. In der Schaffung von Räumlichkeiten zweier weiterer Gruppen der U3- und Ü3-Kinder im ehemaligen Volksbank-Gebäude gegenüber unseres Kindergartens St. Josef sehen wir eine optimale Chance, der Nachfrage nachzukommen. Hoffen wir also nun darauf, dass die Verträge schnellstmöglich unterzeichnet werden. Aber damit ist das Problem noch lange nicht gelöst, denn erschreckend und wachrüttelnd zugleich ist der Personalschlüssel in unseren beiden Kindergärten: Um auch in Zukunft die Bildungsqualität der beiden Einrichtungen halten zu können, schlagen wir der Verwaltung vor, so schnell wie nur möglich einen „Kita-Gipfel“ des gesamten Gemeinderats einzuberufen und dazu auch die beiden Leiterinnen, die Verrechnungsstelle und Dekan Lukas Glocker einzuladen. Bei unserer dringenden Suche nach Personal sollte man auch in Betracht ziehen, neue Wege einzuschlagen und auch den Blick über die Landesgrenze auszuweiten: In Hessen agiert zum Beispiel bereits erfolgreich ein Personaldienstleister „TalentOrange“, der Erzieherinnen und Erzieher aus dem Ausland rekrutiert und sie ausbildet. Einen Kontakt dorthin haben wir bereits hergestellt. Aber auch über die finanzielle Bezuschussung des schulischen Teils der Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/-in, der normalerweise nicht vergütet wird, wäre auf einem „Kita-Gipfel“ nachzudenken. Laut Statista Infografik fehlten im vergangenen Jahr bundesweit rund 98.600 Erzieher/-innen. In der BNN war vergangene Woche zu lesen, dass die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für das Jahr 2025 mit sage und schreibe 40.000 fehlenden Erzieher/innen allein in Baden-Württemberg rechnet!

Keinesfalls darf es beim Thema Kinderbetreuung zu Existenzängsten junger Familien kommen: Eltern, die eine verlässliche Ganztagesbetreuung brauchen, weil deren Finanzmodell darauf aufgebaut ist, dass beide Elternteile arbeiten gehen, dürfen nicht alternativlos in der Luft hängen gelassen werden! Wir brauchen deshalb diesen „Kiga-Gipfel“!

Spinnen wir das Netz aber noch weiter: Wenn wir also Fachkräfte, wie z.B. für die Betreuung unserer Kleinsten gewinnen und eine ausgewogene Altersstruktur in der Einwohnerschaft sichern wollen, dann brauchen wir mehr bezahlbaren Wohnraum. Hier sind wir mit der Vergabe der Mehrfamilienhäuser an einen Investor – hoffentlich – auf einem sehr guten Weg.

Stolz kann Hambrücken auf seine Gesundheitsversorgung sein: Während andere Ortschaften händeringend nach einem Hausarzt suchen, sehen wir unser modernes Gesundheitszentrum und die Apotheke als einen Glücksfall an.

Bereits zu Beginn dieser Haushaltsrede habe ich „im Ganzen“ den Ehrenamtlichen unserer Vereine und Organisationen gedankt: Ehrenamtliche stellen tolle Feste wie das Straßenfest, unseren Weihnachtsmarkt oder das Maibockfest auf die Beine, Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen bei der Integration, sie löschen Feuer und unterstützen Alte und Kranke. Ehrenamtliche unterhalten mit Musicals und Konzerten die Einwohnerschaft, sie pflegen ihre Vereinsanlagen, sie halten damit ganz allgemein das Vereinswesen am Leben. Das Ehrenamt sichert neben der Daseinsvorsorge auch das Freizeitangebot in einer Kommune wie Hambrücken. Dass also das Ehrenamt enorm wichtig ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Deshalb wollen wir es gezielt fördern, in dem wir der Verwaltung vorschlagen, dass jährlich einzelne Personen, die sich in ihrem ehrenamtlichen Engagement besonders hervorgetan haben, eine Würdigung erhalten, beispielsweise auf dem Ehrenabend oder dem Neujahrsempfang: Denn wenn das ehrenamtliche Arbeiten auch eine öffentliche Wertschätzung erfährt, dann motiviert das unglaublich und hilft, die Freude an der Tätigkeit aufrechtzuerhalten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

die CDU-Fraktion stimmt dem vorliegenden Haushaltsentwurf 2024 zu.

Abschließend möchten wir uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Gemeindeverwaltung, sowie auch bei unseren Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die konstruktive Arbeit und den respektvollen Umgang miteinander bedanken.

Am 9. Juni wird ein neuer Gemeinderat gewählt, und wir rufen heute schon unsere Hambrückener Bürgerinnen und Bürger auf, unsere Demokratie zu stärken, indem Sie Ihre Stimmen bei der Kommunal- und Europawahl abgeben!

Mit den Worten von Oscar Wilde, mit denen ich diese Haushaltsrede begonnen habe, werde ich nun – in etwas abgewandelter Form – auch schließen:

„Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute weiß ich, dass es DIE GESUNDHEIT ist!“

In diesem Sinne wünscht Ihnen die CDU-Fraktion alles Gute, Zuversicht und Zufriedenheit für das Jahr 2024!